
8 avocados 2€, ananas 2,50€ … unsere ausbeute des so wunderbar französischen gemüse- und obstmarktes im 12 arr. alles ist so intensiv, die orangesten orangen, die gestreiftesten zucchini, die so lecker rot leuchtenden erdbeeren, die aufgeschnittenen kürbisse, das knackige grün der verschiedensten blattsalate, der geruch von frisch aufgeschnittener petersilie, die dicken blütenknospen der schnittblumen, laut angepriesen von der marktfrau gegenüber, das viele vor sich hintropfende eis um den frischfisch auch frisch an “madame et monsieur” zu verkaufen, die unterschiedlichsten käsesorten, die auf den ersten blick gar nicht nach käse aussehen und dann auch die widersprüche: die armen leute, die nach dem markt die abfälle am marktrand nach essbarem durchsuchen, die fetten avenues und boulevards mit dem stressigen verkehrslärm, der blick auf die speisekarte des so niedlichen restaurants (es ist wirklich so teuer wie man es immer hört) und trotzdem: es ist so wunderbar hier zu sein … auch wenn die abgestandene luft der metro während meiner fahrt zu intégral mir manchmal zu schaffen macht und auch so mancher geruch die nase kitzelt bei dem man reflexartig sofort versucht seine eigene hand oder jacke zu beschnuppern um den geruch einigermaßen zu neutralisieren muss man grinsen, wenn stadtmusikanten einen bei der nächsten metrostation begrüßen. ach leute … ich krieg meine eindrücke niemals erzählt hier. wo fange ich an? gedanken zu den hauptthemen:



ıııııı intégral:
steht unter dem motto: “pattern” ich mache muster … hatte quasi mustertage :) arbeite zur zeit an pattern und strukturen für die signaletik des wiener flughafens. so einfach wie es sich anhört ists gar nicht wenn man den druck im nacken spürt, dass das wirklich realisiert wird und deshalb gut werden muss. ich mach einfach. und mittwoch hatte ich kurzpräsi mit ruedi baur (verdammt, da war ich schon nervös), war aber echt super und ich freu mich nach wie vor da sein zu dürfen. hab paar fotos vom büro gemacht. nächste woche gibts weitere mustertage und ich werde mich um meine nächste aufgabe kümmern: piktos für vienna airport.



meine piktowand :)
ıııııı sprachkurs:
unsere kleine truppe ist super! wir lachen voll viel. freilich ists manchmal schon ganz schön viel im kopf (wenn man schon nen ganzen arbeitstag hinter sich hat), aber im großen und ganzen … auch hier freu ich mich dabei zu sein :) leider spreche ich nach wie vor viel zu viel deutsch und englisch um die sprache wirklich zu lernen, aber ich arbeite daran :)

ıııııı wohnung:
ich hab eine wg gefunden. puh … das war ganz schön aufregend hier auf wohnungssuche zu gehen. zwischendurch hab ich schon panik geschoben weil alle gesagt haben, dass es so super schwer ist überhaupt ein zimmer in paris zu finden und ich hatte echt glück, ich darf mich sogar zwischen 2 wohnungen entscheiden und voilà: ab 1. april wohn ich in montmarte :) mit phong … einen wirklich super lieben vietnamesen, der aber schon immer in france lebt. er ist illustrator/grafiker/künstler und wir teilen uns eine 90m2 wohnung mit 2 bädern (ok, das eine ist eher ne große dusche) und wenn man ganz links am küchenfenster steht und ganz nach rechts hinten schaut sieht man sogar die kuppel vom sacre coeur ;) freu mich auf meinen umzug, vorallem weil phong mir versprochen hat mir das wirklich wahre paris zu zeigen :) er kennt viele leute in den bereichen art&design&musik und bekommt immer so freie eintrittsbons und da wir uns gut verstehen … ;)


ıııııı leben:
die tage sind lang und eigentlich komm ich echt nur zum schlafen nach hause. alleine durch arbeit und sprachkurs ist schon viel zeit belegt, dann war die woche eben noch wohnungssuche, ich war mit leuten aus dem sprachkurs super lecker essen, am freitag versehentlich im rotlichtviertel (beim moulin rouge) gelandet und martini für 5€ geschlüft (ich brauch geld verdammt!!!), mit renate die kleinen ecken entdecken gegangen, die straßen paris entlanggelaufen, die schönen parks entdeckt, die märkte ausgecheckert, heute französisches frühstück mit jean&renate auf französisch in der super deluxen wohnung von jean (eine amerikanerin die ich im sprachkurs kennenlernen durfte), auf einer brücke stehend, mit notre damm im rücken und den wind im gesicht auf die seine schauend einem straßenmusiker lauschen, der “dont’t worry be happy” auf französich zum besten gibt. mit renate weiter schlendern und uns gemeinsam auf den sommer freuen.
ja, das ist mein leben gerade und ich bin selber neugierig was ich beim nächsten mal berichten darf.

ps. danke an alle die wissen, dass dieses danke an sie gerichtet ist :)